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Sich aktiv am Social Media Geschehen zu beteiligen ist eine sehr gute Idee und bietet für Unternehmen – ob B2C oder B2B – viele Vorteile. Allerdings sollte man sich nicht “blind” ins Social Media Getümmel stürzen, sondern sich zuvor eine Social Media Strategie basteln, die zum Unternehmen und zur Zielgruppe passt. Die Social Media Strategie sorgt dafür, dass man sich nicht verzettelt und immer die strategischen Ziele der Aktivitäten im Blick behält. Heute gibt es 6 Tipps für Ihre Social Media Strategie.

 

#1: Definieren Sie Ihre Zielgruppe

Für eine gute Social Media Strategie, sollten Sie zunächst einmal eindeutig Ihre Zielgruppe im Social Web definieren. Wen genau möchten Sie erreichen, mit wem kommunizieren? Hierbei kann auch das Definieren von Buyer Personas hilfreich sein (wie genau man ganz individuelle Buyer Personas erstellt, lesen Sie im Whitepaper “Wie Sie mit 3D Buyer Personas mehr Kunden gewinnen”). Das Sie ihre Zielgruppe möglichst genau definieren ist aus zweierlei Gründen wichtig: Einerseits können Sie dann gezielt herausfinden, wo genau Ihre Zielgruppe im Social Web aktiv ist (Facebook, Twitter, Fachforen oder Themenblogs?), andererseits können Sie so auch Ihre Social Media Inhalte ganz gezielt auf die Bedürfnisse Ihrer Leserschaft abstimmen.

 

#2: Beobachten Sie das Social Web

Wenn Sie noch nicht (lange) selbst im Social Web aktiv sind, lohnt es sich zunächst als Beobachter ein Gefühl für die Art der Kommunikation im Social Web zu bekommen. Oft sind hier Tonalität, Stil und auch Inhalte anders als in der klassischen Unternehmenskommunikation – das sollten Sie in Ihrer Social Media Strategie berücksichtigen. Gut ist es auch, zu wissen, was Ihre Konkurrenz im Social Web treibt und vor allem auf welchen Plattformen Ihre Zielgruppe (überhaupt) aktiv ist.

Aber auch langfristig lohnt sich die Beobachtung des Social Webs (“Social Media Monitoring”) aus verschiedenen Gründen. Dabei geht es nicht nur darum herauszufinden, was über Sie oder Ihre Produkte im Social Web gesprochen wird, sondern auch, was es Neues in der Branche oder bei Ihrer Konkurrenz gibt. Um das Web zu beobachten, gibt es zahlreiche (kostenfreie und kostenpflichtige) Tools, die Sie dabei unterstützen können.

 

#3: Identifizieren Sie relevante Themen und Keywords

Welche Themen sowie dazugehörige Keywords sind für Ihre Zielgruppe relevant? Nutzen Sie hier nicht nur eigene “Fachbegriffe” – oft verwendet die Zielgruppe ganz andere Suchbegriffe, um sich über IHR Thema zu informieren. Die identifizierten Keywords und Top Themen sollten Sie in Ihrer Social Media Strategie festhalten und dann natürlich zukünftig auch bei der Content Erstellung berücksichtigen. Um die Reichweite des eigenen Contents zu vergrößern, hilft es auch – sollten Sie Twitter oder Facebook verwenden – thematisch passende Hashtags einzufügen. Oft wird auch nach bestimmten Hashtags gesucht, um sich einen Überblick über das Thema zu verschaffen oder relevante Beiträge herauszufiltern.

 

#4: Suchen Sie nach Multiplikatoren und Influencern

Der beste Content auf der eigenen Facebook Page oder im eigenen Twitter Channel hilft Ihnen nicht weiter, wenn Sie nicht genügend Leser erreichen. Gerade zu Beginn Ihrer Social Media Aktivitäten ist Ihre Followerschaft noch überschaubar. Halten Sie daher Ausschau nach möglichen Multiplikatoren und Influencern, die über ähnliche Themen sprechen, und die vielleicht bereit sind, Ihren Content zu teilen. So verschaffen Sie ihrem Content die nötige Aufmerksamkeit und vergrößern die Reichweite. Oft ergeben sich daraus auch spannende und langfristige Kooperationen.

 

#5: Definieren Sie Ziele für Ihre Social Media Strategie

Überlegen Sie sich vorab auch, welche Ziele Sie mit Ihren Social Media Aktivitäten erreichen möchten. Definieren Sie keine Ziele, können Sie auch später nicht messen, ob Ihr Engagement von Erfolg gekrönt ist. Seien Sie bei der Zieldefinition so präzise wie möglich, und formulieren Sie Ihre Ziele so, dass diese auch messbar sind. “Ich möchte sichtbarer werden” ist ein schlechtes Ziel, denn es ist weder mess- noch quantifizierbar. Ein kleiner Tipp: Legen Sie nicht zu großen Wert auf die Anzahl Ihrer Fans bzw. Follower oder die Anzahl der Likes oder Shares – dies sind mit Sicherheit auch interessante Metriken, aber Sie sagen nichts über Ihre Beziehung zu Ihrer Zielgruppe aus und letztlich kann man diese (theoretisch) auch einfach kaufen. Besser ist es, sich auf Ziele zu fokussieren, die auch qualitative Aspekte mit einbeziehen – so zum Beispiel die Interaktionshäufigkeit mit Ihrer Zielgruppe oder die Frage danach, wie oft und in welcher Tonalität Ihre Zielgruppe Beiträge von Ihnen kommentiert oder teilt.

 

#6: Messen Sie den Erfolg Ihrer Social Media Aktivitäten

Nur wenn Sie auch im Anschluss Ihren Erfolg auf Social Media Plattformen messen, können Sie einerseits herausfinden, ob Sie Ihre definierten Ziele erreicht haben, und andererseits Hinweise auf Optimierungsmöglichkeiten ausfindig machen. Meist finden sich Möglichkeiten die Social Media Strategie nach sechs oder zwölf Monaten auf Grund von neuen Erkenntnissen anzupassen. Das ist auch vollkommen legitim – Ihre Strategie ist schließlich nicht in Stein gemeißelt. Dank des Erfolgsmonitorings können Sie also nach und nach Ihre Social Media Aktivitäten noch effizienter und erfolgreicher gestalten.

Fazit

Prinzipiell ist es eine gute Idee, auch auf Social Media Plattformen für die Zielgruppe präsent zu sein. Dies bedeutet jedoch auch viel und vor allem kontinuierliche Arbeit. Es gibt kaum etwas Schlimmeres im Social Web als verwaiste Blogs oder Profile. Bevor Sie also beginnen aktiv zu sein, überlegen Sie sich wie viele Ressourcen Ihnen dafür zur Verfügung stehen und beschränken Sie sich lieber auf einige (wenige) Plattformen, um die Sie sich langfristig kümmern. Das ist sinnvoller, als zunächst auf allen Plattformen zu beginnen und nach einigen Wochen/Monaten zu merken, dass man weder genügen Zeit noch Content hat, um alle Auftritte professionell zu betreuen.

6 Tipps für Ihre Social Media Strategie

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